Das Gebiet Blois-Chambord

Loire, Sologne, Tal der Cisse, Beauce...

Blois-Chambord: 90 Gemeinden für Ihren Urlaub

Jeder der drei größten Flüsse des Departements Loir-et-Cher (41) bildet Landschaften, die man nur begreifen kann, wenn man den Wasserlauf im Ganzen betrachtet. Diese Täler bieten die eindrucksvollsten und malerischsten Landschaften des Departements, indem sie den Blick freigeben auf die höheren Reliefs mit ihren Bauten, SchlössernStädten, Dörfern und Höhlenwohnungen, oft atemberaubende Orte in vielfältigen ökologischen Umgebungen, in denen die Feuchtgebiete der Talsohlen und die Trockengebiete der Hänge aufeinander treffen.

Auf diese Art bilden sich acht große Landschafts-Ensembles im Departement Loir-et-Cher heraus: die Sologne, die Beauce, der Perche, die Randgebiete der Touraine, die Randgebiete des Berry, das Loire-Tal, das Tal des Loir und das Tal des Cher.

Das Urlaubsgebiet Blois Chambord-Val de Loire umschließt 90 Gemeinden, die drei dieser Landschaften erfassen: das Loire-Tal (um Blois), die Beauce (im Norden der Loire) und die Sologne (im Süden der Loire). Und als Zugabe das Tal der Cisse nordwestlich von  Blois.

 

Die Loire – natürlicher und kultureller Reichtum über mehr als tausend Kilometer

Der längste Strom Europas in ungezähmtem Zustand. Das Tal der Loire gehört seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Im Departement Loir-und-Cher, von Lestiou bis nach Rilly sur Loire, zeigt der Fluss zu jeder Jahreszeit seine beeindruckende kulturelle und landschaftliche Vielfalt. Organisierte Ausflüge im Kanu, im traditionellen Schiffer- oder Ruderboot oder an Land, per Fahrrad, zu Fuß oder auf dem Pferderücken, finden immer in fest umrissenem Rahmen statt. Wenn Sie anderen Freizeit- und Urlaubsbeschäftigungen im Gebiet der Loire frei nachgehen möchten, ist es gut, wenn Sie sich vorher informieren, damit Sie die wenigen, aber wichtigen Regeln beachten. Unsere nachfolgenden Informationen über Prävention und Verbote werden Ihnen dabei helfen.

 

Angeln in der Loire

Angeln in der Loire ist auf ihrer ganzen Länge im Departement, von Saint-Laurent-Nouan bis Rilly-sur-Loire, erlaubt. Der Angler muß dazu im Besitz einer gültigen Anglerkarte sein. Einzig der Lachsfang ist verboten  Alle Angeltechniken sind  möglich.

Stippangeln und Feederangeln für alle Karpfenarten


Karpfenangeln ist bei Tag über die gesamte Länge der Flussachse und bei Nacht  in bestimmten Sektoren der Loire erlaubt (Information beim Verband)

Raubfischangeln: Flussbarsch, Zander, Hecht, Wels... vom Boot oder vom Ufer aus, mit allen Angeltechniken (mit Ködern, künstlichen Ködern, mit totem Köderfisch, usw.)


Welche Fische  beißen an?

Es sind hauptsächlich Zander, Welse, Hechte, Döbel, Rotaugen, Brassen, Ukeleie, Karpfen, Gründlinge und Äschen.

Ausflüge auf der Loire

Schiffs- und Bootsfahrten erfolgen auf eigenes Risiko. Ein präfektoraler Erlass vom 31. Juli 1975 legt die Bestimmungen fest. Motorboote sind bei begrenzter Geschwindigkeit erlaubt; Jet-Skis sind verboten. Boote können an den dafür vorgesehenen Stellen des gesamten öffentlichen Flussbereichs zu Wasser gelassen werden. Die Benutzer müssen jedoch darauf achten, das Milieu nicht zu schädigen und die Tätigkeiten der anderen Benutzer zu respektieren (Angeln oder andere nautische Aktivitäten). Brücken und der oftmals niedrige Wasserstand der Loire können die Schifffahrt schwierig gestalten. Dies ist der Grund, warum keine mehrtägigen Kreuzfahrten angeboten werden können.

 

Baden in der Loire

Nach dem präfektoralen Erlass vom 10. Juli 1970 ist Baden in der Loire  im ganzen Departement aus Sicherheitsgründen verboten.  Sie können jedoch die Sandstrände an ihren Ufern  zum Sonnenbaden nutzen und Aussichtspunkte wie den am linken Loire-Ufer gelegenen Panoramablick zwischen Blois und Saint-Dyé-sur-Loire genießen, der es Ihnen ermöglicht, das Schloss von Ménars zu bewundern.. Auch die kleinen Häfen sind angenehme Orte zum Bummeln. Wenn Sie von Port de la Creusille in Blois aus am linken Loire-Ufer weitergehen, können Sie herrliche Fotos vom Panorama der Stadt machen.


Und wenn Ihnen danach ist, nehmen Sie ein Fahrrad und suchen Sie sich einen der markierten Radwege des Programms Die Schlösser per Fahrrad aus, um die natürlichen Badestellen um Chambord zu erkunden.

 

Bemerkenswerte geschützte Tiergattungen

Zahlreiche Tierarten leben in den Gebieten am Fluss. Sie sind bemerkenswert – und geschützt. Wenn Sie Ihren Freizeitaktivitäten nachgehen, ist Respekt für alle Tierarten geboten. Die Loire als Migrationskorridor gibt vielen Zugvogelarten Unterkunft, die die Sandinseln nutzen, um auf ihrer langen Reise eine Ruhepause einzulegen. Seeschwalbe und Regenpfeifer kommen im April und brüten auf den Sandbänken, bevor sie den Winter an der Westküste Afrikas verbringen. Mehrere der Inseln in der Loire stehen heute unter Naturschutz, damit die Vögel nicht gestört werden und die Flora nicht beschädigt wird

 

Nagetiere

• Biber

• Westschermaus

• Bisamratte

• Biberratte (Nutria, als schädlich angesehen)

Die häufigsten außergewöhnlichen Vogelarten

• Seeschwalbe
• Reiher
• Kormoran (eine überwinternde Art, die Mitte August ankommt und im März weiterzieht, um in den skandinavischen Ländern zu brüten)
• Seidenreiher
• Fischadler (nistet in den Wäldern der Sologne)
• Kiebitz
• Eisvogel
•Uferschwalbe

... und noch viele andere Vogelarten, die in der Sologne und der Region Centre-Val de Loire leben

 

LANDSCHAFTEN DER SOLOGNE

Die "GRANDE SOLOGNE" UND DIE "SOLOGNE VITICOLE"

Im Südosten erstreckt sich die Sologne der Wälder und der Seen zum größten Teil innerhalb des Departements, aber auch darüber hinaus ins Departement Loiret im Süden und ins Departement Cher im Nordwesten, um den größten Teil des Landstriches zwischen Blois, Orléans und Bourges einzunehmen. Der Wald der Sologne besteht aus Eichen, Birken und Farnen, Korsischen Kiefern und See-Kiefern, sowie aus Spuren der im 19. Jahrhundert angepflanzten Kastanienwälder. Die Besonderheit dieses Waldes ist auf seine Bodenbeschaffenheit zurückzuführen, die oft sauer, manchmal sehr feucht und manchmal völlig ausgetrocknet ist. Die vielen Seen bilden die größte Feuchtzone von intenationalem Interesse in ganz Kontinentaleuropa.

Diese riesigen Waldzonen mit ihren zahlreichen Seen bilden die Grande Sologne, die die größte Fläche einnimmt. Aber im Westen, von  Bracieux bis Mur-de-Sologne, geht der Wald zurück und macht bewirtschafteten Flächen Platz; hier drücken Weinberge der Landschaft ihren Stempel auf, unterbrochen von Gemüse- und kleinen Viehzucht-Parzellen. Eine andere Sologne-Landschaft tritt in Erscheinung: die Sologne des Weinbaus, die "Sologne viticole".

 

DIE BEAUCE UND DAS CISSE-TAL

In der Beauce  wird der Landstrich zwischen Blois und dem Wald von Marchenoir traditionell die « Beauce Blésoise » (die Beauce von Blois) genannt. Ihre landschaftlichen Merkmale ähneln denen der  « Grande Beauce » (oder « Beauce Orléanaise »), die sich hinter dem Wald von Marchenoir nach Norden erstreckt..

Dagegen bildet das Tal der Cisse, die diskret in den Ebenen der Beauce entspringt, einen besonderen Landschaftstyp ab Champigny-en-Beauce am rechten und Averdon am linken Ufer, wo die Täler weiter werden und die Bodennutzung sich diversifiziert, bis zu der Mündung der Cisse in die Loire im Westen des Waldes von Blois.  Auch im Norden geben die Täler der verschiedenen Loire-Zuflüsse der Beauce ein ganz anderes Gesicht. Der Übergang zwischen dem Tal des Loir und der Beauce zeichnet sich durch ein ,starkes Relief und große Waldgebiete aus.