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Schloss Talcy

Eine Quelle der Inspiration

Talcy, auch "das Schloss der Musen" genannt, war Quelle der Inspiration für große Dichter, allen voran Pierre de Ronsard

25 Kilometer von Blois entfernt tauchen die steilen Dächer von Schloss Talcy aus den Getreideebenen der Beauce auf. Besuchen Sie das Schloss aus dem 16. Jahrhundert, dessen Schicksal von Dichtern geprägt ist, und entdecken Sie eine einzigartige, seit dem 18. Jahrhundert unverändert bewahrte Szenerie und einen artenerhaltenden Obstgarten

Ein ehemaliger Herrensitz

Der Herrensitz Talcy existierte schon im 13. Jahrhundert, aber das heutige Schloss ist das Ergebnis der von dem florentinischen Bankier Bernard Salviati, der am 8. November 1517 sein Besitzer wurde, eingeführten Veränderungen. Das ehemalige Herrenhaus war ursprünglich zur landwirtschaftlichen Nutzung bestimmt und hatte das Erscheinungsbild eines Gebäudes aus dem ausgehenden Mittelalter, obwohl es ein Zeitgenosse von Chambord und den Schlössern der Renaissance  war.

Die Fassade besteht aus einem massiven viereckigen Turm über dem Eingangstor, zwei hohen achteckigen, von Maschikulis gekrönten Türmen und einem überdachten Wehrgang. Die Gebäude formen zwei im rechten Winkel zueinander stehende Flügel und gehen auf den Ehrenhof hinaus, den ein filigraner Brunnen mit drei Säulen und einer Dachkuppel ziert. Im unteren Teil des Hofes stehen eine Weinpresse und ein Taubenhaus, das mit seinen 1 500 Nischen zu den bemerkenswertesten der Region gehört.

Die mit Holz ausgekleideten Wohnräume befinden sich in außergewöhnlich gut erhaltenem Zustand und sind mit aus dem 18. Jahrhundert von berühmten Pariser Kunsttischlern hergestellten und signierten Möbelstücken, einer außerordentlich seltenen bemalten Leinwand mit indischem Dekor, die in die hölzerne Wandverkleidung des Speisezimmers eingelassen ist, und zahlreichen Wandteppichen ausgestattet. Das Schloss mitsamt seiner Einrichtung steht unter Denkmalschutz und zeugt von der "douceur de vivre", der Süße des Lebens, im Jahrhundert der Aufklärung.    

Ein Haus, so freundlich und menschlich, dass jeder träumt, in ihm zu wohnen

Houlet

Die Gartenanlage von Talcy

Mit seinen 7 Hektar großen umzäunten Gärten, von denen aus man Blick auf das umliegende Getreideland hat, bezeugt das Anwesen seine ehemalige Ernährungs- und Landwirtschafts-Funktion. Ein Bummel durch seinen Nutzgarten mit den zahlreichen angebauten Sorten, die je nach Jahreszeit wechseln, ist ebenso entspannend wie lehrreich.

Seit 1997 gibt es in Talcy einen "Kollektions-Obstgarten", in dem Obst aller Art in natürlicher Form oder als Spalierobst wächst und dessen verschiedene Flächen mit Blumenrabatten geschmückt sind.

Das Schloss der Musen

Pierre de Ronsard dichtete für Cassandre Salvati die 182 Sonette, die im ersten der  "Bücher der Amoren" die Sammlung « Les amours de Cassandre » formen. « Mignonne, allons voir si la rose...» ist das berühmteste unter ihnen.

Pierre de Ronsards Nichte Diane war die Muse des jungen Agrippa d'Aubigné. Die Tochter Cassandres zählte Alfred de Musset zu ihrer direkten Nachkommenschaft. Einer der letzten Besitzer im 19. Jahrhundert war der erste Übersetzer des deutschen Dichters Goethe, dessen berühmter Faust in dieser Edition vom Maler Delacroix illustriert wurde.

 

Das Schloss und die Politik

Während der Religionskriege fand im Jahr 1562 die Konferenz von Talcy statt, bei der die berühmtesten Persönlichkeiten der reformierten und der katholischen Partei zum letzten Mal zusammenkamen. In den Räumen der Katharina von Medici und von Charles IX. wird die Erinnerung an diesen Anlass bewahrt.

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